Politik

Kämpfe auf Philippinen Offensive gegen Rebellen

Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat am Mittwoch massive Schläge gegen eine Hochburg muslimischer Rebellen angeordnet. Sie reagierte damit auf schwere Kämpfe zwischen Streitkräften und Rebellen auf der Insel Mindanao, die trotz einer verordneten Waffenruhe andauerten.

Nach Angaben der Armee kamen seit Ausbruch der Kämpfe am Dienstag 60 Rebellen und drei Soldaten ums Leben, 15 wurden verwundet. Die Islamische Befreiungsfront Moro (MILF) sprach hingegen von drei Todesopfern in den eigenen Reihen. Etwa 20.000 Bewohner aus Dörfern der umkämpften Region bei Pikit flohen aus ihren Häusern und suchten Zuflucht in Schulen und Behördengebäuden.

Die verordneten Militärschläge sollen sich gegen das Buliok-Gelände in Pikit richten. Laut Armeeangaben verstecken sich in dem MILF-Lager Mitglieder von Kidnapping-Banden und andere Kriminelle. Das Vorgehen richte sich allein gegen diese Personen, nicht generell gegen die Befreiungsfront, teilte Arroyo mit.Vor ihrem Befehl hatte ein MILF-Sprecher den Abzug von Regierungstruppen aus dem Gebiet zur Bedingung für die Aufnahme von Gesprächen mit der Regierung erklärt.

Quelle: ntv.de

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