Politik
PKK-Kämpfer: Geht es nach Öcalan, kämpfen die Kurden bald mit politischen Mitteln um ihre Unabhängigkeit.
PKK-Kämpfer: Geht es nach Öcalan, kämpfen die Kurden bald mit politischen Mitteln um ihre Unabhängigkeit.(Foto: REUTERS)
Samstag, 28. Februar 2015

Demokratie statt bewaffneter Kampf: PKK-Führer ruft zur Abrüstung auf

Seit mehr als 40 Jahren kämpft die kurdische Arbeiterpartei mit allen Mitteln für Unabhängigkeit - nun soll der bewaffnete Kampf nach dem Willen ihres Chefs ein Ende haben. Die türkische Regierung begrüßt die Ankündigung des inhaftierten Öcalan.

Der inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, hat die Organisation zum Abrüsten im Konflikt mit der Türkei aufgefordert. "Ich appelliere an die PKK, im Frühjahr einen außerordentlichen Kongress zu halten", verlas der türkische Abgeordnete Sirri Sureyya Onder von der pro-kurdischen Partei HDP aus einem Brief Öcalans. Dabei solle eine "strategische und historische Entscheidung" getroffen werden, den bewaffneten Kampf aufzugeben und ihn durch eine demokratische Politik zu ersetzen.

Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP begrüßte den Aufruf Öcalans. Vize-Ministerpräsident Yalcin Akdogan sagte laut einem Bericht der "Hürriyet", seine Regierung sei daran interessiert, die Friedensverhandlungen mit der PKK zum Abschluss zu bringen.

Öcalan sitzt seit 1999 im Gefängnis. In den vergangenen Jahren spielte er eine wichtige Rolle im Dialog mit der Regierung in Ankara. Viele Kurden hatten sich jüngst aber über den nur langsam fortschreitenden Friedensprozess beschwert. Die PKK hatte zuletzt im März 2013 einen Waffenstillstand im Kampf gegen die türkische Regierung ausgerufen.

Quelle: n-tv.de