Politik

Anschlag auf israelische Familie Palästinenser tötet Siedler

2011-03-12T063856Z_01_NIR02_RTRMDNP_3_PALESTINIANS-ISRAEL-VIOLENCE.JPG58519415697623153.jpg

Die israelische Armee errichtet Straßensperren.

(Foto: Reuters)

Bei einem Terroranschlag in einer israelischen Siedlung im Westjordanland sterben fünf Menschen. Nach Medienberichten dringt ein Palästinenser in die Siedlung ein und tötet zwei Erwachsene und drei Kinder. Die israelische Armee fahndet nach dem Täter.

Bei einem Überfall auf eine jüdische Siedlung im Westjordanland sind in der Nacht fünf Israelis getötet worden. Nach Angaben der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet gelang es dem palästinensischen Angreifer, in die Siedlung Itamar in der Nähe von Nablus einzudringen. Dort habe er eine fünfköpfige Familie getötet, die Eltern sowie ihre drei Kinder, darunter ein Baby. Drei Kinder der Familie konnten zu Nachbarn flüchten. Eine Armeesprecherin bestätigte, dass es in der Siedlung einen Angriff eines Palästinensers gab.

Zu der Bluttat bekannten sich die palästinensischen Al-Aksa-Brigaden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu reagiert schockiert auf den Anschlag und kündigte eine Bestrafung der Verantwortlichen an.

Alle Straßen abgesperrt

Der israelische Militärrundfunk meldete, die Armee habe die Fahndung nach dem Täter aufgenommen, alle Straßen in der Region von Itamar seien abgesperrt. Von Seiten palästinensischer Sicherheitskräfte hieß es, israelische Soldaten seien in der Region unterwegs, und ein Armeehubschrauber kreise über dem Tatort.

Die Al-Aksa-Brigaden, der bewaffnete Flügel der Fatah-Bewegung, rühmte die Morde in einer Erklärung als "heldenhaften Einsatz", der eine Reaktion auf die Okkupation des Westjordanlandes und des Gazastreifens sei.

In den vergangenen Tagen hatten sich die Spannungen zwischen palästinensischen Bauern und jüdischen Siedlern in der Region nahe Nablus im Norden des Westjordanlandes verschärft. Anfang der Woche waren bei gewaltsamen Zusammenstößen mindestens elf Menschen verletzt worden.

Quelle: n-tv.de, AFP/rts/dpa

Mehr zum Thema