Politik

Kirche in der Krise Papst will Missbrauch bekämpfen

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Papst Franziskus sagt, die Missbrauchsopfer seien in seinem Gebet präsent.

(Foto: dapd)

Papst Franziskus will entschieden gegen sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche ankämpfen. Die Täter müssen seiner Ansicht nach mit ihren Vergehen konfrontiert und Opfer geschützt werden. Damit soll die Linie seines Vorgängers fortgesetzt werden.

Papst Franziskus hat angekündigt, entschlossen gegen Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche vorgehen zu wollen. Die von seinem Vorgänger Benedikt XVI. eingeschlagene Linie solle fortgesetzt werden, sagte der Papst. Er forderte von dem Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, ein konsequentes Vorgehen.

Kinder müssten geschützt, den Opfern von Gewalt geholfen und die Schuldigen mit ihren Taten konfrontiert werden, verlangte Franziskus. Das sei wichtig für die Glaubwürdigkeit der Kirche. Er versicherte, die Opfer von Missbrauch seien in seiner Wahrnehmung und in seinem Gebet besonders präsent.

Tausende Missbrauchsfälle in mehreren Ländern haben die katholische Kirche in den vergangenen Jahren in eine Krise gestürzt. In Deutschland waren Diskussionen insbesondere Anfang 2010 laut geworden, nachdem solche Fälle am Canisius-Kolleg in Berlin bekannt wurden. Neben den eigentlichen Vergehen nehmen Kritiker auch Anstoß an der ihrer Meinung nach mangelnden Aufarbeitung der Fälle durch den Vatikan und werfen der Kirche vor, mitunter eher die Täter als die Opfer zu schützen.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP/hha

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