Politik

Forderung nach mehr Lohn Pflege-Petition schafft es in den Bundestag

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Unter aktuellen Bedingungen sei eine würdevolle Pflege kaum möglich, kritisiert die Petition.

(Foto: picture alliance / Uwe Anspach/d)

In der Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig der Pflegeberuf ist - und wie schlecht seine Arbeitsbedingungen. Für viele Betroffene ist ein Danke nicht mehr genug. Sie haben eine Petition gestartet, die bereits 50.000 Unterstützer hat. Nun muss sich der zuständige Ausschuss im Bundestag damit befassen.

Die Forderung nach einer besseren Bezahlung von Pflegekräften und besseren Arbeitsbedingungen wird bald den Bundestag beschäftigen. Die von einem bundesweiten Bündnis gestartete Petition "Mehr wert als ein Danke" hat bereits vor dem Ende der Frist das notwendige Quorum von 50.000 Unterschriften erreicht, sie muss deshalb vom Petitionsausschuss des Bundestages bearbeitet werden.

Die Petition fordert unter anderem mehr Personal in der Pflege, höhere Gehälter mit Tarifbindungen, einen höheren Mindestlohn und bessere Fortbildungsmöglichkeiten. Sie bezieht sich auf die hohe Wertschätzung in der Corona-Krise für die Pflegeberufe und kritisiert, dass eine würdevolle Pflege unter den aktuellen Rahmenbedingungen kaum noch möglich sei.

Die Kampagne "Mehr wert als ein Danke" wurde Anfang Mai von mehr als 100 Sozialunternehmen, Stiftungen, Einrichtungen, Diensten und Verbänden aus der Sozialwirtschaft auf den Weg gebracht. Initiiert wurde die Aktion durch die kirchliche Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn in Baden-Württemberg. Die Unterschriftensammlung läuft noch bis zum 17. Juli 2020.

Zu den Unterstützern gehört auch Bayerns Ex-Landtagspräsidentin und Sozialministerin Barbara Stamm. "Es freut mich sehr, dass dieses, für unsere gesamte Gesellschaft enorm wichtige Anliegen nun weiter vorankommt", sagt die Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbands Bayern. Arbeiten für und mit Menschen müsse einer sozialen Gesellschaft mehr wert sein als ein Danke.

Quelle: ntv.de, chf/dpa