Politik

Anti-Israel-Demo in Berlin Polizei trennt Gruppen scharf

Kurz nach den israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ist am Samstag eine anti-israelische Demonstration durch Berlin gezogen. An dem jährlich veranstalteten Aufmarsch zum "Al-Kuds"-Tag im Stadtteil Charlottenburg beteiligten sich etwa 300 Menschen. Gleichzeitig versammelten sich knapp 200 Gegendemonstranten, darunter der Grünen-Vorsitzende Reinhard Bütikofer, der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und die PDS-Politikerin Petra Pau.

Beide Veranstaltungen gingen ohne Zwischenfälle zu Ende. Die Polizei hielt die Gruppen auseinander. Zudem beachteten die islamischen Demonstranten Polizeiangaben zufolge alle Auflagen. So seien keine Plakate mit unerlaubten Parolen entdeckt worden. Stattdessen waren Slogans zu lesen, in denen "jede Art von Terror und Gewalt" verurteilt wurde. DGB-Chef Sommer erklärte bei der Gegendemonstration, die anti-israelische Veranstaltung sei in letzter Konsequenz "ein Aufruf zum Völkermord".

Die weltweit stattfindenden "Al-Kuds"-Aufmärsche, zu denen der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini 1979 aufgerufen hatte, richten sich gegen die israelische Präsenz in Jerusalem. "Al Kuds" ist der arabische Name von Jerusalem. In diesem Jahr hatte die Veranstaltung eine besondere Brisanz erhalten, weil Irans Präsident Ahmadinedschad vor einigen Tagen gefordert hatte, Israel von der Landkarte zu tilgen.

Quelle: ntv.de

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