Politik

Neuer Rürup-Vorschlag Privates Krankengeld

Die Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme prüft nach Informationen der "Bild"-Zeitung einen Vorschlag, wonach sich jüngere Arbeitnehmer privat für die Zahlung von Krankengeld versichern sollen. Wer demnach jünger als 35 Jahre alt ist, würde nach sechs Wochen Krankheit nur noch dann Geld erhalten, wenn er eine eigene Versicherung für diesen Fall abgeschlossen hat.

Nach bisheriger Regelung zahlt die Firma bei Krankheit sechs Wochen lang den vollen Lohn weiter, danach zahlt die gesetzliche Krankengeld: 70 Prozent des Bruttolohns, maximal aber 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Würde die Idee umgesetzt, könnten nach Berechnungen der Kommission die gesetzlichen Krankenversicherungen rund 1,3 Mrd. Euro sparen, schreibt die Zeitung. Im Jahr 2001 hätten die gesetzlichen Krankenversicherungen rund 7,7 Mrd. Euro für Krankengeld ausgegeben.

Krankenversicherte skeptisch

Der Verband der Krankenversicherten Deutschland äußerte sich skeptisch zu Erwägungen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geäußert, Freizeitunfälle aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zu streichen. Der Verbandsvorsitzende Heinz Windisch sagte im ZDF, Missbrauch sei in solchen Fällen vorprogrammiert.

Quelle: n-tv.de