Politik

"Völliger Blödsinn" Privatversicherung für Hobbys

Die Überlegungen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), Sportunfälle künftig privat abzusichern, sind nach Ansicht des AOK-Bundesverbandsvorsitzenden Hans Jürgen Ahrens, "völliger Blödsinn". Derzeit sei das riskanteste Hobby in Deutschland Fußballspielen, sagte Ahrens der Nachrichtenagentur Reuters. "Erklären Sie mal unserer Nation, dass das Risiko beim Fußballspielen nicht mehr von der Solidargemeinschaft getragen werden soll."

Der AOK-Bundesverbandsvorsitzende schlug vor, so genannte versicherungsfremde Leistungen wie etwa künstliche Befruchtungen nicht mehr über Beiträge, sondern über Steuern zu finanzieren und so die gesetzlichen Krankenkassen zu entlasten. "Das sind Dinge, die haben mit einer Krankenversicherung nichts zu tun."

Ministerin Schmidt hatte vorgeschlagen, das Unfallrisiko bei gefährlichen Hobbys wie etwa Motorrad fahren oder Drachenfliegen künftig privat zu versichern. Ahrens sagte, er sehe erhebliche Abgrenzungsprobleme bei der Frage, ob der Unfall von der gesetzlichen Kasse oder der Privatversicherung übernommen werden muss.

Quelle: ntv.de