Politik

Pjöngjang ärgert Washington Raketentests angekündigt

Nordkorea hat es offenbar satt, ständig von der Weltgemeinschaft für sein Atomprogramm gescholten zu werden. Erst am Mittwoch hatten die USA Pjöngjang verärgert, als sie das Land als "Vorposten der Tyrannei" bezeichnet hatten. Nordkorea verlangte eine Entschuldigung von Washington. Fast zeitgleich kündigte die Führung des Landes das Moratorium zum Test von Langstreckenraketen auf.

Pjöngjang wolle sich nicht mehr an den 1999 geschlossenen Teststopp halten, hieß es in einer am Donnerstag von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums. Damit verschärft Nordkorea den Ton in der Auseinandersetzung um sein umstrittenes Atomprogramm. Vor knapp einen Monat hatte es sich selbst zur Atommacht erklärt.

Die Führung in Pjöngjang hatte das Moratorium 1999 noch selbst verfügt. Wie es in der Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums weiter hieß, hatte sie damals noch im Dialog mit Washington gestanden. Seit Amtsantritt von US-Präsident George W. Bush im Jahr 2001 aber sei dieser Dialog "völlig" ausgesetzt. Deshalb fühle sich Pjöngjang auch nicht mehr an den Teststopp gebunden: "Damit es die gesamte Welt erfährt, die feindliche Politik der USA zwingt Nordkorea dazu, sein Atomwaffenarsenal zur eigenen Verteidigung zu verstärken".

Quelle: ntv.de