Politik

70 bis 80 Prozent dafür Rauchverbot in Frankreich

Die französische Regierung bereitet ein striktes Rauchverbot nach dem Vorbild anderer europäischer Länder für alle öffentlichen Plätze vor. Diese Maßnahme solle grundsätzlich vom 1. Februar 2007 an gelten, sagte Premierminister Dominique de Villepin am Sonntagabend.

Allerdings werden die Bars, die in Frankreich die Zigaretten verkaufen, sowie Hotels, Restaurants und Discotheken noch bis zum 1. Januar 2008 Zeit haben, sich auf das neue Zeitalter des Rauchverbots einzustellen. "Auf der Straße und in Privaträumen kann man weiterhin rauchen", erklärte Villepin.

"Wir planen ein totales Verbot ohne jede Ausnahme", hatte Gesundheitsminister Xavier Bertrand gesagt, der diesen Plan in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet hatte. Wer dennoch in Schulen, Universitäten, Bahnhöfen oder Büro künftig raucht, der muss nach Villepins Angaben mit einer Strafe von 75 Euro rechnen, dem jeweiligen Unternehmen oder der Institution drohen 150 Euro.

Das Rauchverbot baut auf dem "Loi Evin" genannten Anti-Rauch-Gesetz von 1991 auf. Es werde als Dekret im November verkündet, sagte Villepin. Der Staat werde dann für ein Drittel der Behandlungskosten bei denjenigen aufkommen, die auf Nikotinentzug gehen wollten.

Ein gutes halbes Jahr vor der Präsidentenwahl kann die konservative Regierung bei diesem Vorstoß gegen das Rauchen mit der Zustimmung der Bevölkerung rechnen. Nach Umfragen sind 70 bis 80 Prozent der Franzosen für ein solches Rauchverbot.

Quelle: ntv.de