Politik

Polizei stürmt CIRA-Lager Razzia in Irland

Die irische Polizei hat am Sonntag ein mutmaßliches Ausbildungslager einer Splittergruppe der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) gestürmt und dabei zehn Personen festgenommen. Den Angaben zufolge befand sich das Lager in den Wäldern von Clonmel in der südirischen Grafschaft Tipperary. Dort seien Mitglieder der so genannten Fortsetzungs-IRA (Continuity-IRA) im Schießen ausgebildet worden. Die Beamten hätten mehrere Schusswaffen sichergestellt.

Der Polizeiaktion sei mehrere Monate im Voraus geplant worden und ein bedeutender Erfolg, hieß es. Nach einem Bericht der in London erscheinenden Tageszeitung "The Guardian" ist die Splittergruppe CIRA nicht zu unterschätzen. Auf ihr Konto sollen eine Reihe von Bombenanschlägen gehen. Der Präsident der IRA-nahen Partei Sinn Fein, Gerry Adams, ist nach eigenen Angaben im Visier solcher radikaler pro-irischer Terroristen. Die Polizei habe ihn gewarnt, dass sein Leben in Gefahr sei.

Die Fortsetzungs-IRA ist ebenso wie die "Wahre IRA" eine IRA-Splittergruppe, die das Friedensabkommen für Nordirland vom Karfreitag 1998 ablehnt. Die IRA hat dieses im Prinzip akzeptiert, woraufhin die ihr nahe stehende Partei Sinn Fein in die inzwischen wieder suspendierte Allparteienregierung für Nordirland aufgenommen wurde. Die Splittergruppen indes bekämpfen dieses Abkommen und verüben gelegentlich immer noch Anschläge in Nordirland.

Quelle: ntv.de