Politik

Kämpfe auf Philippinen Rebellenhochburg erobert

Philippinische Soldaten haben nach einer viertägigen Offensive eine Hochburg muslimischer Rebellen auf der Insel Mindanao erobert. Bei den Kämpfen gegen die Rebellen der Islamischen Befreiungsfront Moro (MILF) rund um die rund 920 Kilometer südöstlich von Manila gelegene Stadt Pikit wurden mehr als hundert Menschen getötet und 25.000 Menschen zu Flüchtlingen. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hatte die massiven Schläge am Mittwoch angeordnet.

In dem Dorf Kabasalan sollen sich zuvor auch Mitglieder einer Entführerbande mit dem Namen Pentagon aufgehalten haben, die von den USA als terroristische Organisation eingestuft wird. Die MILF kämpft seit drei Jahrzehnten für die Unabhängigkeit der Region. Sie warf der Regierung vor, mit der Offensive Zugeständnisse vor den Friedensgesprächen in Malaysia erreichen zu wollen.

Bei Gefechten zwischen Polizisten und Mitgliedern der Abu-Sayyaf-Gruppe wurden im Süden der Philippinen zwei der Rebellen getötet und sechs gefangen genommen, wie die Behörden mitteilten. Die Polizei hatte zuvor einen Hinweis auf die aus rund 20 Kämpfern bestehende Gruppe erhalten.

Nach einer fast zweijährigen Pause sollen in der kommenden Woche in den Niederlanden die Friedensgespräche mit kommunistischen Rebellen wieder aufgenommen werden, wie am Freitag in Manila verlautete. Dabei geht es um ein Abkommen mit der Nationalen Demokratischen Front (NPA), die im Norden der Philippinen aktiv ist. Sie soll rund 11.000 Kämpfer haben. Den Rebellen wird für die Beendigung der Kämpfe eine Amnestie angeboten, zugesagt werden auch soziale Reformen.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.