Politik

Demo gegen Neonazis Rechte am Rand

Weimarer marschierten gegen Rechts: Zum Protest gegen einen Aufzug von rund 250 Neonazis versammelten sich in Weimar mehr als 3.000 Menschen. Auf ihrem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt protestierten sie gegen die Wiederbelebung faschistischer Ideale in der Nähe des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald, wie eine Sprecherin der Stadt sagte.

Mit Hupkonzerten und einer Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto "Weimar zeigt sich - bunte Vielfalt gegen braune Einfalt" machten die Weimarer die Veranstaltung der Rechtsxtremen zu einer Randerscheinung. Der Aufmarsch der neonazistischen Szene war am Freitagabend vom Oberverwaltungsgericht mit Auflagen gestattet worden, nachdem zuvor sowohl die Stadtverwaltung als auch das Verwaltungsgericht wegen des Zeitpunktes am Geburtstag Adolf Hitlers und des Symbolcharakters der Stadt Weimar ein Verbot ausgesprochen hatten.

Der zunächst für 13 Uhr geplante Zug von rund 250 Neonazis hatte sich auch gegen 14 Uhr noch nicht in Bewegung gesetzt. Die Auflagen besagten nach Angaben von Stadt-Sprecherin Elvira Lecke, dass der Weg des Neonazi-Marsches nördlich vom Bahnhof überwiegend durch ein Gewerbegebiet führen sollte, während die Innenstadt der Gegendemonstration Weimarer Bürger vorbehalten blieb. Zwei Neonazis wurden nach Angaben der Polizei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen festgenommen.

Quelle: ntv.de