Politik

Ein Clinton-Konkurrent weniger Richardson gibt auf

Nach seinem schlechten Abschneiden in Iowa und New Hampshire steigt der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, offensichtlich aus dem Rennen um die Präsidentenkandidatur der Demokraten aus. US-Medien berichteten, Richardson habe die Entscheidung nach seiner Rückkehr nach New Mexico getroffen. Der Gouverneur werde seinen Entschluss heute bekanntgeben. Richardson war sowohl bei den Vorwahlen in New Hampshire am Dienstag als auch bei der ersten parteiinternen Abstimmung vergangene Woche in Iowa nur Vierter geworden. In New Hampshire bekam Richardson weniger als fünf Prozent der Stimmen, in Iowa nur zwei Prozent.

In New Hampshire hatte die demokratische Senatorin Hillary Clinton (60) mit einem Überraschungserfolg wieder Kurs auf das Weiße Haus genommen. Die ehemalige First Lady siegte über ihren Rivalen Barack Obama (46), der noch in der Vorwoche die parteiinterne Abstimmung in Iowa für sich entschieden und in Umfragen weit vorn gelegen hatte. Bei den Republikanern gewann der Senator und Vietnamkriegsveteran John McCain (71) klar vor seinem Parteigenossen Mitt Romney.

Michigan ist sicher

US-Experten sagten eine lange und spannende Kandidaten-Kür zwischen Clinton und dem schwarzen Senator Obama voraus. Kommentatoren sprachen vom möglicherweise spannendsten Vorwahl-Zweikampf in der US-Geschichte. Wichtigste nächste Station ist für die beiden Demokraten nun die erste Vorwahl in einem Südstaat mit einem hohen schwarzen Bevölkerungsanteil am 26. Januar in South Carolina. Die Republikaner gehen hier bereits am 19. Januar zu den Urnen. Am selben Tag halten die Parteien in Nevada interne Abstimmungen ab. Zuvor - am 15. Januar - finden Vorwahlen in Michigan statt.

In Michigan ist ein Sieg von Clinton schon sicher, da Obama hier nicht antritt. Er richtete vielmehr sein Augenmerk bereits auf Nevada und South Carolina.

Quelle: n-tv.de

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