Politik

Aufwind nach TV-Debatte mit Obama Romney hat die Nase vorn

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Romney genießt seine guten Umfragewerte.

(Foto: AP)

Die jüngsten Umfragen lassen Obamas Anhänger bangen. Seit seinem schwachen Auftritt beim ersten TV-Duell geht es mit den Werten für den US-Präsidenten bergab. Noch allerdings liegt Obama in den entscheidenden "Swing States" vorne.

Nach seinem guten Abschneiden beim ersten Obama scherzt über TV-Duell hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney Amtsinhaber Barack Obama einer Umfrage zufolge in der Wählergunst überholt. In einer am Montag veröffentlichten Erhebung für das Pew Research Center kommt Romney auf 49 Prozent, Obama hingegen nur noch auf 45 Prozent. Auch andere Umfrageinstitute verzeichnen wachsenden Zuspruch für Romney.

Für die Umfrage konzentrierte sich das Pew Research Center auf registrierte Wähler, die aller Voraussicht nach tatsächlich ihre Stimmen abgeben werden. In einer ähnlichen Befragung Mitte September lag Obama noch acht Prozentpunkte vor seinem republikanischen Herausforderer. In einer allgemeineren Umfrage des Zentrums unter den registrierten Wählern liegen beide Kandidaten mit je 46 Prozent gleichauf.

Auch eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Gallup sieht Romney durch das TV-Duell gestärkt. Darin lagen die beiden Kandidaten bei je 47 Prozent. Wenige Tage vor der Fernsehdebatte am vergangenen Mittwoch hatte Obama noch fünf Prozentpunkte Vorsprung gehabt.

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Obama hat seinen Vorsprung eingebüßt.

(Foto: REUTERS)

Auch wenn die landesweiten Erhebungen noch nichts über das tatsächliche Wahlverhalten am 6. November aussagen, werfen sie ein Schlaglicht auf den Schaden, den Obamas schwacher Auftritt beim ersten Fernseh-Duell anrichtete. 72 Prozent der anschließend von Gallup Befragten gaben in den Tagen danach an, Romney habe sich bei der Debatte besser geschlagen.

Romney gibt sich staatsmännischer

Sein TV-Erfolg scheint dem Kandidaten der Republikaner neuen Auftrieb gegeben zu haben. Bereits am Wochenende kamen deutlich mehr Menschen zu seinen Wahlkampfauftritten, Romney selbst wirkte selbstsicherer und staatsmännischer. Vergessen scheint sein etwas farbloser Auftritt während des Nominierungsparteitags, vergessen auch seine Aussage, "47 Prozent" der Wähler würden wegen ihrer Abhängigkeit vom Staat ohnehin Obama wählen - für die er sich inzwischen entschuldigte.

Allerdings sind Umfragen nur Momentaufnahmen. Und noch liegt Obama in Erhebungen in neun der zehn entscheidenden "Swing-States", in denen es keine klare Mehrheiten gibt, vorne. In jedem Fall aber wird das Rennen um das Weiße Haus wieder spannender, als die Erhebungen vor der Fernsehdebatte vorhersagten.

Auf die beiden Präsidentschaftskandidaten warten noch zwei weitere TV-Duelle am 16. und 22. Oktober. Mit Spannung erwartet wird als nächstes der TV-Schlagabtausch zwischen Obamas Vize Joe Biden und seinem republikanischen Rivalen Paul Ryan am Donnerstag.

Quelle: n-tv.de, AFP

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