Politik

Debatte um Familie Rürup für Elterngeld

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt ist mit seinem Vorstoß zur Kürzung der dreijährigen Jobgarantie für Mütter und Väter auf scharfe Kritik bei Regierungskoalition und Union gestoßen. Die bayerische Sozialministerin Christa Stewens (CSU) sagte der "Berliner Zeitung": "Die Elternzeit ist das Herzstück der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir brauchen diese Garantie."

Die baden-württembergische Sozialministerin Tanja Gönner (CDU) sowie die Vize-Chefin der Unions-Fraktion im Bundestag, Maria Böhmer, schlossen sich an: "Wir brauchen keine neue Benachteiligung von Müttern." Die Wirtschaft müsse im Gegenteil bessere Rahmenbedingungen für Familien schaffen, sagte Böhmer der Zeitung.

Hundt hatte am Mittwoch eine Kürzung der dreijährigen Elternzeit und eine Überprüfung der bisherigen Förderung gefordert. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Nicolette Kressl stellte klar: "Die Jobgarantie steht nicht zur Debatte." Nach Ansicht der Grünen-Familienexpertin Ekin Deligöz scheitert die schnellere Rückkehr in den Beruf scheitert nicht an den Frauen.

Der Wirtschaftsweise Bert Rürup hat indes das von der Regierung geplante Elterngeld als "sinnvolles und richtiges Konzept" gelobt. Damit würden alle Einkommensgruppen prozentual gleich begünstigt, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung ". Rürup wies darauf hin, dass das bisherige Erziehungsgeld von einheitlich 300 Euro monatlich vor allem die Situation besser verdienender Eltern nicht berücksichtige. Das könne mit dazu führen, Kinderwünsche nicht zu verwirklichen.

Quelle: n-tv.de