Politik

Auswärtiges Amt Runder Geburtstag

Das Auswärtige Amt hat Grund zum Feiern. Vor 50 Jahren, am 15. März 1951, ernannte sich der damalige Bundeskanzler, Konrad Adenauer, selbst zum Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Adenauer führte das Amt mehr als vier Jahre in Personalunion. Erster Bundesminister des Auswärtigen wurde im Juni 1955 Heinrich von Brentano.

Der jetzige Hausherr, Joschka Fischer, ist der achte Außenminister. Sein Vorvorgänger, Hans-Dietrich Genscher, der mit 18 Jahren Amtszeit der deutschen Außenpolitik am längsten vorstand, lobte Fischer für die bisher geleistete Arbeit. Er betonte, dass er den gegenwärtigen Außenminister allein nach seiner Politik, die er in seinem Amt für unser Land leiste, beurteile. Der Rundfunkagentur Rufa sagte Genscher außerdem, er sei nie der Meinung gewesen, dass Fischer wegen seiner militanten Vergangenheit Deutschland nicht im Ausland vertreten könne.

Auf einer Festveranstaltung versicherte Fischer, die deutsche Außenpolitik werde auch künftig von Kontinuität und Bescheidenheit geprägt sein. Als tragende Säulen stellte er die Beziehungen zu den USA und Frankreich heraus.

Das Bündnis mit den USA bedeute auch für ein vereinigtes Europa eine Sicherheitsgarantie. "Jede Bundesregierung wird gut daran tun, das transatlantische Bündnis wie einen Augapfel zu hegen und zu pflegen", sagte der Außenminister. Der deutsch-französischen Freundschaft komme eine entscheidende Rolle in der EU zu. "Nur wie beide zusammenen haben Überzeugung und Gewicht, um dieses vereinigte Europa zu schaffen."

Quelle: ntv.de