Politik

95.000 Soldaten im Einsatz Russische Armee beginnt Großmanöver

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Alle Waffengattungen sind an dem Manöver an der Übung beteiligt. Im Bild: eine russische Soldatin Ende Juli.

(Foto: REUTERS)

Es ist die größte Übung des Jahres: Zehntausende Soldaten aus Russland und früheren Sowjet-Republiken trainieren gemeinsam. Offiziell geht es um die Abwehr eines internationalen bewaffneten Konflikts. In Ungarn trainiert derweil die Nato.

Die russische Armee hat ihr größtes Manöver in diesem Jahr begonnen. An der Übung nahmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau etwa 95.000 Heeres-, Marine- und Luftwaffensoldaten teil. Das Manöver findet demnach an 20 Orten statt - von der Wolga im Westen über das Uralgebirge bis in östliche Regionen Sibiriens und in den hohen Norden hinauf. Präsident Wladimir Putin will laut einem Zeitungsbericht an einem Tag persönlich das Manöver beaufsichtigen.

Beteiligt seien an dem Manöver auch Soldaten aus mehreren früheren Sowjetrepubliken, die der von Russland geführten Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit angehören, hieß es weiter. Mit dem einwöchigen Manöver soll getestet werden, ob die Truppen gemeinsam in der Lage seien, "einen internationalen bewaffneten Konflikt einzudämmen". Es gehe etwa darum, "illegale bewaffnete Einheiten aufzuhalten und zu zerstören".

Vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zum Westen wegen der Ukraine-Krise hatte Russland im laufenden Jahr bereits mehrere Manöver gestartet - ebenso wie die Nato. Putin wurde zu einem zweitägigen Gipfeltreffen der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe erwartet.

Zugleich soll zu Wochbeginn in Ungarn eine Nato-Übung starten. An der einwöchigen Übung nehmen den Angaben zufolge sieben Staaten mit insgesamt 1800 Soldaten teil, wie das Verteidigungsministerium vergangene Woche mitgeteilt hatte. Unter dem Motto "Brave Warrior" ("Mutiger Krieger") sollen Soldaten aus den USA, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Kroaten, Rumänien sowie der Ukraine üben. Einen Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise erwähnte das Ministerium nicht.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP