Politik

Ganzes Regiment ergibt sich Russland: 471 gefangene ukrainische Soldaten

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Russische Soldaten in Gefechtsstellung: Zur Zahl der russischen Verluste machte der Verteidigungsminister Igor Konaschenkow keine Angaben.

(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Das russische Verteidigungsministerium liefert Zahlen zu seinen Erfolgen in der Ukraine. Demnach sollen 471 ukrainische Soldaten gefangen genommen worden sein. Auch aus der Ukraine kommen Meldungen, wonach den russischen Truppen schwere Schäden zugefügt wurden.

Bei ihrem Angriff auf die Ukraine haben russische Truppen nach eigenen Angaben 471 ukrainische Soldaten gefangen genommen. Die Ukrainer würden weiterhin in Massen den Kampf verweigern, behauptete der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow.

Nahe der ostukrainischen Großstadt Charkiw habe sich ein ganzes Regiment ergeben, das mit Boden-Luft-Raketenabwehrsystemen vom Typ Buk-M1 ausgerüstet gewesen sei. "Allen ukrainischen Soldaten kommt Respekt und Unterstützung zuteil", sagte Konaschenkow. Sobald bürokratische Formalien erledigt seien, kehrten sie zu ihren Familien zurück.

Auch die ukrainischen Streitkräfte hatten bereits schwere Verluste bei den russischen Truppen gemeldet. Bisher seien mehr als 3000 Soldaten getötet und mehr als 200 gefangen genommen worden, teilte der ukrainische Generalstab mit. 16 Flugzeuge und 18 Hubschrauber seien zerstört worden, ebenso mehr als 100 Panzer und Hunderte weitere Militärfahrzeuge.

Keine Angaben über eigene Verluste

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Russland hatte die Ukraine am Donnerstagmorgen angegriffen. Seitdem seien 975 militärische Objekte zerstört worden, sagte Konaschenkow. Zudem seien 8 Kampfflugzeuge und 7 Hubschrauber sowie 11 Kampfdrohnen abgeschossen worden. Weitere 28 Flugzeuge wurden demnach am Boden zerstört, ebenso 223 Panzer und andere Kampffahrzeuge. Zur Zahl der getöteten Soldaten in den eigenen Reihen machte Konaschenkow keine Angaben.

Die südukrainischen Städte Cherson und Berdjansk seien von russischen Truppen umzingelt, sagte er. Im Donbass hätten die von Russland unterstützten Separatisten ihren Vormarsch fortgesetzt und seien nun weitere zwölf Kilometer vorgerückt. Dabei hätten sie zwei Siedlungen nordöstlich der umkämpften Hafenstadt Mariupol eingenommen. Alle Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Quelle: ntv.de, jaz/dpa

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