Politik

Übertriebene Entlassungswelle SPD-Sozialexperte greift Arbeitgeber an

Der Streit über die Ursachen der Arbeitslosigkeit zwischen Arbeitgebern und Sozialdemokraten geht weiter. Der sozialpolitische Sprecher der SPD, Klaus Brandner, warf den Arbeitgebern vor, "amerikanische Sitten" auf dem deutschen Arbeitsmarkt einzuführen. In einem Interview der "Bild"-Zeitung sagte er, die derzeitige Entlassungswelle sei völlig übertrieben.

Die Ursachen für die Stellenstreichungen sieht der SPD-Politiker auch in der Entwicklung der Börsenkurse. "Statt nur auf die Börsenkurse zu achten, sollten die Unternehmen auch langfristig denken und arbeitsmarkt- beziehungsweise tarifpolitische Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung nutzen". Durch ihr Verhalten würden die Betriebe dazu beitrage, dass in Zukunft geeignete Fachkräfte fehlten.

Am Wochenende hatte SPD-Fraktionschef Peter Struck den Arbeitgebern mit einem Gesetz gegen Überstunden gedroht. Dafür erhielt er heftige Schelte von den Verbänden aus Industrie und Handwerk. Die Bundesregierung solle statt solcher Vorschläge besser den Arbeitsmarkt reformieren lautete eine Kritik an Struck.

Quelle: n-tv.de

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