Politik

Ein Jahr weniger Schule Saarland führt "Schnell-Abi" ein

Das Saarland hat als erstes westliches Bundesland das Abitur nach 12 statt 13 Jahren eingeführt. Der frühere Bundespräsident Roman Herzog und Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) gaben in Merzig den Startschuss für das achtjährige Gymnasium ab dem Schuljahr 2001/2002.

Eine ähnliche Regelung gibt es bisher nur in Sachsen und Thüringen. Das "Kurzabi" gilt allerdings nur für Schüler, die frisch auf das Gymnasium wechseln. Die anderen schließen wie bislang nach 13 Jahren ihre Schulzeit ab.

Schüler, die es eilig haben, sollten sich über die Neuregelung aber nicht zu früh freuen, denn die Unterrichtsstundenzahl bleibt die gleiche. Für die Eleven bedeutet dies häufiger Unterricht an Nachmittagen und an Samstagen. Die Lehrpläne und Stundentafeln wurden eigens überarbeitet und 100 Lehrer zusätzlich eingestellt. Neu eingeführt wurde auch die Schulspeisung zu Mittag.

Die SPD-Opposition ist gegen die Reform. Sie hatte die Kritik geäußert, dass das achtjährige Gymnasium zu mehr "Paukunterricht", Leistungsdruck und somit auch mehr Nachhilfeunterricht führe. Kultusminister Jürgen Schreier (CDU) wies die Kritik zurück.

Nach Angaben des Ministeriums ist die gegenseitige Anerkennung der Abiturzeugnisse sowohl für 12- als auch für 13-jährige Bildungsgänge in allen Bundesländern sichergestellt. Für die Schüler gebe es auch keine Probleme beim Umzug in ein anderes Bundesland oder beim Wechsel von einer anderen Schule zum Gymnasium.

Quelle: n-tv.de

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