Politik

Trauerfeier für tote Soldaten Sarkozy spricht von Exekution

Während Spezialeinheiten in Toulouse das Wohnhaus des mutmaßlichen Attentäters belagern, nimmt Frankreichs Staatspräsident Sarkozy an der Trauerfeier für die in der vergangenen Woche ermordeten Soldaten teil. In seiner Trauerrede nennt er die Tat eine "terroristische Exekution".

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Präsident Sarkozy verneigt sich vor den Toten.

(Foto: REUTERS)

Präsident Nicolas Sarkozy hat den Soldaten in Frankreich ermordet als "terroristische Exekution" verurteilt. Bei einer Trauerfeier in einer Kaserne der Stadt Montauban bei Toulouse betonte er, die Militärs wurden getötet, weil sie der französischen Armee angehörten. Der Täter habe die französische Armee im Visier gehabt, aber die Nation getroffen. "Soldaten, heute steht die ganze Nation an eurer Seite", erklärte der Staatschef.

Die Aufgabe von Soldaten sei der Schutz der Bevölkerung. Einem Soldaten sei der Sinn des Wortes Opfer, des Wortes Pflicht und auch des Wortes Tod bekannt. Allerdings seien sie nicht auf dem Schlachtfeld, sondern dort getötet worden, wo sie es kaum erwartet hätten. Sarkozy würdigte auch den vierten angeschossenen Soldaten, der schwer verletzt wurde.

Der mutmaßliche Serienmörder wollte die Republik auf die Knie zwingen, die Republik habe nicht nachgegeben, betonte Sarkozy. Frankreich sei stärker gewesen als der, der Schmerz und Trauer säen wollte. Es gelte nun aber, auf jegliche Rache zu verzichten. Das schulde man den Opfern und auch der Republik.

An der Zeremonie nahmen zahlreiche Spitzenpolitiker teil, darunter der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande teil. Währenddessen hielt sich der mutmaßliche,  Polizei schaltet Strom ab noch in einem Mehrfamilienhaus in Toulouse verschanzt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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