Politik

Bericht zu 11. September Saudi-Arabien empört

Das saudische Herrscherhaus ist empört. Zu Unrecht fühlen sich die Saudis durch den US-Kongress-Abschlussbericht zu den Anschlägen vom 11. September an den Pranger gestellt. "Es ist bedauerlich, dass es Leute gibt, die seit den tragischen Ereignissen des 11. September versuchen, unser Land, unser Volk und unseren Glauben in ein schlechtes Licht zu rücken, indem sie grundlose Vorwürfe, Gerüchte, Halbwahrheiten und Falschaussagen verbreiten", zitierte die saudische Zeitung "ArabNews" am Freitag den Botschafter Saudi-Arabiens in Washington, Prinz Bandar Ibn Sultan.

Die Führung des Königreichs habe weder Verbindungen zu den Flugzeugattentätern oder dem Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden gehabt, noch habe sie sich bei der Fahndung nach den Terroristen quer gestellt, betonte Prinz Bandar. In dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des US-Kongresses heißt es unter anderem: "Nach Angaben eines US-Regierungsbeamten war es seit etwa 1996 klar, dass die saudische Regierung bei Fragen, die Osama bin Laden betreffen, nicht mit den USA zusammenarbeiten würde ".

Prinz Bandar beklagte außerdem, dass in dem Bericht die Terrorvorwürfe gegen einen früher in den USA ansässigen Bürger wiederholt wurden, der nach seinen Angaben bereits von den US-Fahndern befragt und für unschuldig erklärt wurde.

Der US-Kongress hatte dem Geheimdienst CIA und dem Bundeskriminalamt FBI in seinem Bericht schwere Fehler im Vorfeld der Anschläge von New York und Washington vorgeworfen. Abgeordnete der Demokraten kritisierten außerdem, es gebe zu viele Lücken in dem Bericht, unter anderem zum Thema Saudi-Arabien.

Quelle: ntv.de

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