Politik

41 muslimische Länder beteiligt Saudi-Arabien startet Antiterror-Koalition

9f52bac4152550798c4018ad4276695a.jpg

Das Bündnis soll ein "starkes Signal" aussenden, sagt der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman (M.).

(Foto: REUTERS)

Dutzende islamische Länder gehen ein Militärbündnis ein, um Terrororganisationen zu bekämpfen. Die Initiative dazu kommt aus Riad. Bestimmte Länder sind von der Koalition allerdings ausgeschlossen.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat den Startschuss für eine islamische Antiterror-Koalition gegeben, an der sich offiziell insgesamt 41 muslimische Länder beteiligen. Das Militärbündnis sei ein "starkes Signal" an terroristische Organisationen, die in den vergangenen Jahren "in unseren Ländern" aktiv gewesen seien, sagte Salman bei einem Treffen von Verteidigungsministern und anderen Sicherheitsexperten des neuen Bündnisses in Riad.

9408fd13a0bc8c0135423ec9e240541c.jpg

Mohammed bin Salman stellte das Bündnis in Riad vor.

(Foto: REUTERS)

Künftig würden alle Mitglieder ihre "militärischen, finanziellen und politischen Bemühungen" sowie ihre Geheimdienst-Aktivitäten bündeln, um Terrorismus wirkungsvoller zu bekämpfen, sagte Salman weiter. Er hatte die Bildung der Koalition bereits vor zwei Jahren angekündigt. Zu ihrem Chefkommandeur wurde der frühere pakistanische General Raheel Sharif ernannt.

Der Militärkoalition gehören zum größten Teil Länder mit sunnitischer Führung an. Riads schiitischer Erzrivale Teheran sowie dessen Verbündete Irak und Syrien sind ausgeschlossen. Auch Katar, das offiziell noch Mitglied ist, aber seit Juni unter anderem wegen seiner guten Beziehungen zum Iran von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Bahrain boykottiert wird, war bei dem Treffen nicht vertreten.

Salman erinnerte auch an den blutigen Anschlag auf eine Moschee in Ägypten, bei dem am Freitag mindestens 305 Menschen getötet worden waren. Die Attacke "ruft uns einmal mehr die Gefahren von Terrorismus und Extremismus ins Gedächtnis", sagte er.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

Mehr zum Thema