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Millionen für Rebellengebiete Saudis wollen Nordsyrien "wiederbeleben"

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Rakka in Syrien.

(Foto: picture alliance / Morukc Umnabe)

Saudi-Arabien sagt 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau im Nordosten Syriens zu, um den vom IS zerstörten Gemeinden zu helfen. Bei Machthaber Assad stößt die Hilfe für Rebellengebiete auf Empörung. Die USA setzen derweil eine Hilfszahlung aus.

Saudi-Arabien stellt 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau von Gebieten in Syrien bereit, die nicht von der syrischen Regierung kontrolliert werden. Wie die saudiarabische Botschaft mitteilte, soll das Geld Gebieten im Nordosten Syriens zugute kommen. Diese werden von arabisch-kurdischen Truppen kontrolliert, die von der internationalen Militärkoalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unter Führung der USA unterstützt werden.

Die Regierung von Syriens Machthaber Baschar al-Assad verurteilte die finanzielle Unterstützung der Rebellengebiete als "moralisch inakzeptabel", wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete. Sie warf Riad die Unterstützung von "Terroristen in Syrien" vor. Saudi-Arabien hob hervor, es handele sich um die bislang größte Hilfszahlung für die genannten Gebiete in Syrien. Die Summe sei nach einer entsprechenden Zusage bei einer internationalen Konferenz Mitte Juli freigegeben worden.

Das Geld werde "eine entscheidende Rolle spielen bei den Bemühungen der internationalen Koalition, die Gemeinden, insbesondere in Raka, wiederzubeleben, die von den IS-Terroristen verwüstet wurden". Es solle in Projekte in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Strom- und Trinkwasserversorgung sowie Erziehung und Verkehr fließen. Auf diese Weise werde die Hilfszahlung "Leben retten, die Rückkehr von vertriebenen Syrern erleichtern und dazu beitragen sicherzustellen, dass der IS Syrien und seine Nachbarn nicht wieder bedrohen oder Angriffe gegen die internationale Gemeinschaft planen kann".

USA setzen Zahlungen aus

Die US-Regierung kündigte derweil an, die Zahlung von 230 Millionen Dollar für Stabilisierungsprojekte in Syrien auszusetzen, weil andere Partnerländer sich stärker beim Wiederaufbau in dem Bürgerkriegsland engagierten. Nachdem die Partner insgesamt 300 Millionen Dollar zugesagt hätten, habe US-Außenminister Mike Pompeo eine Umwidmung der ursprünglich für Syrien vorgesehenen Summe angeordnet, teilte seine Sprecherin Heather Nauert mit. Demnach wollen die Vereinigten Arabischen Emirate 50 Millionen Dollar für den Wiederaufbau in Syrien bereitstellen.

Nauert verwies auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer gerechteren Lastenverteilung zwischen den Verbündeten. Die Auszahlung des Geldes sei auch gestoppt worden, weil die USA sich bereits sehr stark militärisch und finanziell in Syrien engagierten.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

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