Politik

"Ein stilleres Leben als bislang" Schavan schraubt Ambitionen zurück

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Schavan trat wegen der Plagiatsvorwürfe zurück.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die ehemalige Bundesbildungsministerin Schavan zeigt sich resigniert. Nach der Plagiatsaffäre will sie im Politik-Betrieb nicht mehr hoch hinaus und ein bedeutendes Amt übernehmen. Doch in einem Punkt bleibt sie hartnäckig.

Die nach dem Entzug ihres Doktortitels zurückgetretene frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan strebt über ihr Bundestagsmandat hinaus kein höheres Amt mehr an. "Alles hat seine Zeit", sagte die CDU-Politikerin der "Welt".

Sie wolle nicht wieder dahin zurück, wo sie herkomme. "Ich nehme mein Mandat wahr, führe ein stilleres Leben als bislang, schreibe mehr und befasse mich stärker mit internationalen Fragen", beschrieb Schavan ihren heutigen Alltag.

Die Uni Düsseldorf hatte Schavan im vergangenen Februar den Doktortitel wegen "vorsätzlicher Täuschung durch Plagiat" entzogen. Die Ministerin bestritt den Vorwurf, trat aber zurück. Nachfolgerin wurde die CDU-Politikerin Johanna Wanka.

Im "Welt"-Interview bezeichnete Schavan das Entziehen ihres Doktortitels erneut als "Unrecht" und ergänzte: "Ich nehme für mich in Anspruch, integer gearbeitet zu haben." Im kommenden Jahr wird die Klage Schavans gegen den Entzug des Doktortitels vor Gericht verhandelt.

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa

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