Politik
Freitag, 15. August 2003

Lebensmittel für Liberia: Schiffe mit UN-Hilfsgütern

Zwei Schiffe mit Hilfsgütern sind im Hafen der liberianischen Hauptstadt Monrovia eingetroffen. Das Welternährungsprogramm (WFP) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen brächten zum ersten Mal seit Monaten wieder Lebensmittel, Decken und Plastikplanen auf dem Seeweg in die Stadt, berichtete der britische Sender BBC.

Das WFP will künftig monatlich 9.000 Tonnen Lebensmittel nach Liberia schaffen. Damit könnten etwa eine halbe Million Menschen versorgt werden. Zusätzlich solle täglich eine Ladung Energieriegel auf dem Luftweg in die Stadt gebracht werden. Die 10.000 Tonnen, die im Hafen von Monrovia gelagert waren, seien fast vollständig geplündert worden, sagte ein Sprecher. Die Rebellen hatten sich am Donnerstag aus dem Hafen zurückgezogen.

Abzug der Regierungstruppen verlangt

Rebellen in Liberia haben den Abzug der Regierungstruppen aus der Hauptstadt Monrovia gefordert. "Wenn sie nicht verschwinden, dann werden wir eben zurückkommen", sagte Rebellenführer Sekou Conneh ebenfalls der BBC.

In der ghanaischen Hauptstadt Accra gehen unterdessen die seit Anfang Juni dauernden Friedensgespräche in ihre Endphase. Westafrikanische Vermittler rechnen mit der Unterzeichnung eines Abkommens am Samstag. Der Termin war bereits mehrfach verschoben worden, weil die Rebellen neue Machtansprüche stellten. Ziel ist eine neutrale Übergangsregierung, an deren Spitze keine Militärs stehen sollen.

Rebellen übernehmen Kontrollen

Die Rebellen in Liberia gaben am Donnerstag die Kontrolle des Hafens der Hauptstadt Monrovia an die westafrikanischen Friedenstruppen ab. Mit der Landung erster US-Marineinfanteristen auf dem Flughafen begann zudem der Einsatz der US-Truppen zur Friedenssicherung in dem vom 14-jährigen Bürgerkrieg erschütterten Land.

Quelle: n-tv.de

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