Politik

Konjunktur Schröder bleibt optimistisch

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich trotz nach unten korrigierter Prognosen führender Wirtschaftsinstitute optimistisch über die Konjunktur in Deutschland gezeigt. Der Regierungschef sprach in München mit Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft.

Die mahnten allerdings Reformen an. Die Wirtschaft gerate in schwieriges Fahrwasser, warnten die Präsidenten des Bundesverbandes der Arbeitgeberverbände, der Industrie, des Deutschen Industrie- und Handelstages und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in ihrer gemeinsamen Erklärung zum Münchner Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft. So seien Weiterbildungsprogramme und flexible Arbeitszeitregelungen notwendig, um Deutschland zukunftsfähig zu machen.

Der Kanzler forderte die Opposition auf, den Aufschwung nicht zu negativ darzustellen. Die Union dürfe die Wirtschaftsentwicklung nicht kaputt reden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und der Bundesverband Deutscher Banken hatten ihre Konjunktur-Berechnungen am Montag für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2001 deutlich nach unten korrigiert. Das DIW geht wie das IfW nur noch von einem Wachstum von rund 2,1 statt 2,5 Prozent aus. Der Bankenverband rechnet mit 2,2 nach bislang 2,6 Prozent. Der Bund selbst geht von einer Wachstumsprognose von etwa 2,75 Prozent aus.

Hundt lobt Bündnis für Arbeit

Nach Ansicht des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, haben die Arbeitgeber in den vergangenen Runden des Bündnisses für Arbeit "eher gewonnen als verloren". Dass das Bündnis "wie ein Eisbrecher funktionieren" könne, zeige das Umdenken bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Hundt erinnerte daran, dass die IG Metall noch vor anderthalb Jahren die Rente mit 60 gefordert habe. Der neue Konsens im Bündnis werde die Gesetzgebung und Tarifpolitik nachhaltig beeinflussen.

Quelle: ntv.de