Politik

Ohne-Krawatten-Gipfel Schröder lobt harte Arbeit

US-Präsident George W. Bush hat eindringlich für politische und wirtschaftliche Reformen in der arabischen Welt geworben. Zum Abschluss des G8-Gipfels auf Sea Island (US-Bundesstaat Georgia) sagte Bush, die Menschen dort hätten ein Recht auf Wohlstand und Freiheit. Das sei auch die Grundlage für mehr Sicherheit in der Welt. Bush bedankte sich bei seinen G8-Kollegen für die Unterstützung bei der Verabschiedung der neuen Irak-Resolution, die dem Land einen politischen Neuanfang eröffnen soll.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zog ein positives Fazit des Gipfeltreffens. Trotz der "legeren lockeren Atmosphäre" sei hart gearbeitet worden, "und daher war das durchaus ein erfolgreicher Gipfel", sagte der Kanzler zum Abschluss des Treffens.

Zu der vor allem von den USA neu angestoßenen Diskussion über eine Rolle der NATO im Irak stellte der Kanzler nochmals klar: "Ich habe deutlich gemacht, dass wir keine Soldaten in den Irak schicken werden. Dabei bleibt es". Deutschland werde aber Entscheidungen der NATO in diese Richtung nicht blockieren.

Ein bestimmendes Signal des Gipfels sei, dass man die "sehr, sehr gute" Situation der Weltwirtschaft stabilisieren wolle, sagte der Kanzler. Eines der Hauptrisiken bestehe in der politischen Unsicherheit im Nahen Osten, im Irak und in Afghanistan. Die Einigung auf eine UN-Resolution zum Irak habe nicht nur die Arbeit beim Gipfel erleichtert, sondern sie zeige auch, "dass man zusammenfindet".

Ein zweites großes Risiko für die Weltwirtschaft sei der Ölpreis, wenn er nachhaltig hoch bleibe. "Gegenwärtig haben wir kein Problem damit, aber das muss ja nicht so bleiben", warnte der Kanzler. Zum Abschluss des G-8-Gipfels diskutierten die Teilnehmer über die Bekämpfung von Hunger und Armut sowie die Unterstützung Afrikas. Dazu trafen sie mit führenden Politikern aus Afrika zusammen.

Nach Schröders Worten wollen die G-8 ihre Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (Nepad) fortführen und sich weiterhin bei der Bekämpfung von AIDS engagieren. "Ich glaube, dass wir uns sehen lassen können mit den Aktionen, die es da gibt ", sagte Schröder. Deutschland stelle für die AIDS-Bekämpfung bis 2007 rund 300 Millionen Euro zurVerfügung.

Quelle: ntv.de