Politik

"Weimarer Dreieck" Schröder traf Chirac und Kwasniewski

Deutschland, Frankreich und Polen wollen in der Europa-Politik künftig enger zusammenarbeiten. Darauf haben sich Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Staatspräsidenten Frankreichs und Polens, Jacques Chirac und Aleksander Kwasniewski, in Neustadt an der Weinstraße verständigt.

Bei dem informellen Treffen des so genannten "Weimarer Dreiecks" - ging es vor allem um den EU-Beitritt Polens und die europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.

Schröder und Chirac versicherten, Polen werde auf jeden Fall zur ersten Gruppe der Beitrittsländer gehören. Voraussetzung sei aber, dass der Reformprozess entschlossen vorangetrieben wird. Ein Beitrittsdatum nannten sie nicht. Kwasniewski sagte, sein Land werde die notwendigen Hausaufgaben für die Aufnahme in vollem Umfang leisten.

Die drei Politiker waren auf dem Marktplatz der südpfälzischen Stadt mit militärischen Ehren begrüßt worden. Nach einem Rundgang durch die Altstadt kamen Schröder, Chirac und Kwasniewski im Ratssaal des Stadthauses zu einem zweistündigen Gespräch zusammen. Für den Abend steht ein Empfang auf dem nahe gelegenen Hambacher Schloss auf dem Programm.

Dies ist nach 1998 und 1999 das dritte Treffen der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Polens. Arbeitstreffen im Rahmen des "Weimarer Dreiecks" finden seit 1991 - damals in Weimar - bereits auf Ebene der Außenminister statt.

Quelle: ntv.de