Politik

"Alles ist möglich" Schulz: SPD kann stärkste Partei werden

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Bislang haben sich Merkel und Schulz meist in Brüssel getroffen. Spätestens nach der Wahl wird Schulz in Berlin zu finden sein.

imago/Belga

Martin Schulz gilt als möglicher Kanzlerkandidat der SPD - wenn Sigmar Gabriel den Job nicht machen möchte. Den Optimismus eines Kanzlerkandidaten hat er bereits.

Die Sozialdemokraten können nach bei der Bundestagswahl 2017 stärkste Partei werden - das sagt jedenfalls der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, der als möglicher Kanzlerkandidat der SPD gilt.

"Die Wählerschaft ist in Bewegung, und manche entscheiden sich erst in der Wahlkabine", sagte der Sozialdemokrat den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Da lohne sich der Wahlkampf. "Alles ist möglich. Die SPD hat die Chance, die stärkste Partei zu werden."

In den Umfragen liegt die SPD derzeit allerdings sogar noch unter ihrem Ergebnis von der Bundestagswahl 2013, als sie 25,7 Prozent erreichte. Im Stern-RTL-Wahltrend der vergangenen Woche kam die SPD auf 21 Prozent, während die Union 37 Prozent erreichte.

Die Sozialdemokraten wollen die Entscheidung über ihren Kanzlerkandidaten am 29. Januar in Berlin verkünden. Sollte SPD-Chef Sigmar Gabriel nicht antreten wollen, könnte Schulz zum Zuge kommen. Er und Gabriel seien "echte Freunde", sagte Schulz. Zur Freundschaft zählten Vertrauen - und Spannungen.

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, machte die SPD für die lange Regierungsdauer von Bundeskanzlerin Angela Merkel verantwortlich. "Merkels Trumpf ist allein die Schwäche der SPD." Diese sei "unfähig, einen Herausforderer aufzustellen, der glaubwürdig all die Menschen ansprechen kann, die sich eine bessere und gerechtere Politik wünschen", sagte Wagenknecht der "Welt am Sonntag". "Stattdessen verkriecht sich die SPD in großen Koalitionen und verteidigt ihre Agenda-Politik, die sich gegen ihre eigenen Wähler gerichtet hat."

Quelle: n-tv.de

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