Politik

"Glyphosat tötet, was grün ist" Schulze will Insektensterben aufhalten

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Umweltministerin Schulze möchte gemeinsam mit Agrarministerin Klöckner den Insektenschutz angehen.

(Foto: picture alliance / Christophe Ga)

Bundesumweltministerin Schulze möchte mit einem Aktionsprogramm das Artensterben bei Insekten aufhalten. Dafür müsse auch auf das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat verzichtet werden, fordert sie. Aber damit allein sei es nicht getan.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat den Kampf gegen das Insektensterben zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit erklärt. "Das Artensterben aufzuhalten ist eine der zentralen politischen Aufgaben unserer Zeit", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Insektensterben nehme rasant zu. "Mit den Insekten verschwinden auch die Vögel. Und all die wertvollen Leistungen, die Insekten für uns erbringen - von der Bestäubung über die Reinigungsfunktion in Gewässern bis zur Bodenfruchtbarkeit."

Schulze hat bereits angekündigt, dass sie gleich nach Ostern mit CDU-Agrarministerin Julia Klöckner das geplante Aktionsprogramm für Insektenschutz angehen will. "Ich will die Landwirtschaftsministerin beim Wort nehmen - sie hat gesagt, dass Bienen systemrelevant seien und man etwas tun muss", sagte sie Anfang der Woche. Das Programm ist im Koalitionsvertrag festgehalten. Schulze will noch innerhalb der ersten 100 Tage der neuen Regierung Eckpunkte vorlegen.

Im Interview der Funke-Zeitungen verlangte sie, sämtliche Pflanzenschutzmittel zurückhaltender einzusetzen. "Wir brauchen einen grundsätzlichen Glyphosat-Ausstieg in dieser Legislaturperiode. Glyphosat tötet alles, was grün ist. Insekten finden danach keine Nahrung mehr", sagte Schulze. "Aber mit dem Glyphosat-Ausstieg allein ist es nicht getan - wir brauchen einen grundsätzlich restriktiveren Einsatz aller Pflanzenschutzmittel."

Die Ministerin sprach sich zugleich für "ein neues System der europäischen Agrarförderung" aus. Notwendig sei ein "Naturschutzfonds auf europäischer Ebene". Für Landwirte müsse es sich auszahlen, wenn sie auf Vielfalt statt auf Monokulturen setzten.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa/AFP

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