Politik

In der US-Armee Schwule bald offiziell erlaubt

Die Änderung ist überfällig: Präsident Obama will in Kürze das Verbot von Homosexuellen in der US-Armee aufheben. Die bisherige Regelung ist unbefriedigend.

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US-Soldaten müssen ihre Homosexualität bisher geheimhalten, wenn sie in der Armee bleiben wollen.

(Foto: picture alliance / dpa)

US-Verteidigungsminister Robert Gates will dem US-Kongress in der kommenden Woche Pläne zur Abschaffung des Homosexualitätsverbots in der Armee vorlegen. Gates und US-Generalstabschef Michael Mullen arbeiteten derzeit an Maßnahmen, wie die Abschaffung des Gesetzes, die US-Präsident Barack Obama angekündigt hatte, umgesetzt werden könne, sagte Gates' Sprecher Geoff Morrell. "Anfang kommender Woche" würden sie sich näher zu ihren Plänen äußern.

Obama hatte in seiner Rede an die Nation angekündigt, mit der Armee und dem US-Kongress zusammenarbeiten zu wollen, um das Gesetz abzuschaffen. Bereits im Oktober hatte er bei einer Veranstaltung der größten Homosexuellen-Organisation der USA sein Versprechen erneuert, die umstrittene Regel abzuschaffen.

Derzeit gibt es im US-Militär die sogenannte "Nichts fragen, nichts sagen"-Regelung, wonach Homosexuelle in der Armee dienen können, solange sie ihre sexuelle Orientierung nicht ausleben oder davon erzählen. Die Duldungsregel war in den 90er Jahren unter dem damaligen Präsidenten Bill Clinton eingeführt worden und hatte Homosexuellen erstmals offiziell die Möglichkeit eröffnet, in der Armee zu dienen. Seit Einführung der Regelung wurden nach Angaben von Bürgerrechtlern jedoch tausende Soldaten aus der US-Armee entlassen, weil sie sich zu ihrer Homosexualität bekannten.

 

Quelle: n-tv.de, AFP