Politik

"Ich kann davor nur warnen" Seehofer lehnt Sonderrechte für Geimpfte ab

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Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften komme laut Horst Seehofer einer Impfpflicht gleich.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland laufen die Impfungen gegen das Coronavirus an. Doch bis alle Menschen geimpft werden können, wird noch einige Zeit vergehen. Und was ist mit denen, die sich nicht impfen lassen können oder wollen? Müssen sie Nachteile fürchten? Bundesinnenminister Seehofer warnt vor Sonderrechten.

Wer gegen das Coronavirus geimpft wurde, soll nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer keine Sonderrechte genießen. "So wichtig das Impfen für uns alle ist: Keine Sonderbehandlung für Geimpfte", sagte er der "Bild am Sonntag" anlässlich des bundesweiten Starts der Impfungen. Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften komme einer Impfpflicht gleich und er sei gegen einen Zwang, betonte Seehofer.

Der Impfstoff war am Samstag nach und nach in den Bundesländern angekommen, in den ersten Ländern starteten die Impfungen in Pflege- und Seniorenheimen am frühen Sonntagmorgen. Die erste geimpfte Patientin war bereits am Samstagabend eine 101-jährige Bewohnerin eines Heims in Halberstadt im Harz.

Seehofer lehnte auch Sonderrechte von Unternehmen wie Airlines und Konzertveranstaltern ab. "Ich kann davor nur warnen", sagte er der "BamS". Eine Sonderbehandlung für Geimpfte spalte die Gesellschaft. "Des einen Privileg ist die Benachteiligung des anderen."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Samstag noch einmal betont, dass die Impfung freiwillig sei. Trotzdem sei das Ziel, so viele Menschen wie möglich gegen das Virus zu impfen.

Quelle: ntv.de, hny/AFP