Politik

"Es ist ein Mann gewesen" Simonis und der Racheakt

Die scheidende schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) vermutet, dass sie bei ihrer gescheiterten Wiederwahl von einem Mann zu Fall gebracht wurde. In der ARD sagte die 61-Jährige: "Ich glaube, es ist ein Mann gewesen, der das kühl und seit langem geplant hat."

Drei bis vier männliche Abgeordnete kämen für die Verräterrolle in Frage. Sie vermute, dass es sich um einen persönlichen Racheakt gehandelt habe: "Ich habe ihm offenbar etwas vorenthalten, was er glaubte, nur durch mich bekommen zu können."

Mit einer fairen Niederlage könne sie umgehen, erklärte die SPD- Politikerin: "Aber dies war keine faire Niederlage. Meine Welt ist für einen Moment lang stehen geblieben." Nach dem Ende eines "schaurigen Tages" am 17. März habe sie die Entscheidung getroffen, aus der Politik auszusteigen.

Sie habe zeitweise sogar über einen Parteiaustritt nachgedacht, diesen Gedanken aber noch am gleichen Abend verworfen. Nach zwölf Jahren als Ministerpräsidentin sei ihr Leben nun vergleichsweise ruhig geworden. "Es war von Anfang an mehr Ruhe, als ich ertragen konnte", sagte Simonis.

Quelle: ntv.de