Politik

Ultra-Linke bei den Separatisten Spanien nimmt Ukraine-Rückkehrer fest

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Auch junge Männer aus Westeuropa schließen sich den prorussischen Separatisten an.

(Foto: REUTERS)

Acht junge Spanier kämpfen eine Zeitlang für die Separatisten in der Ukraine - aus Überzeugung. Mit Selfies im Internet verraten sie sich, nach ihrer Rückkehr greift die Polizei zu. Offenbar gibt es den Trend auch in anderen europäischen Ländern.

Die spanische Polizei hat acht Männer festgenommen, die sich zur Unterstützung des Kampfs der prorussischen Separatisten in der Ostukraine aufgehalten haben sollen. Die festgenommen Spanier hätten prorussische und "extrem linke" Einstellungen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Laut dem Innenministerium erfolgten die Festnahmen am Morgen zeitgleich in sechs spanischen Regionen.

Der spanischen Zeitung "El País" zufolge soll mindestens einer der Männer in der Ukraine an der Front gekämpft haben. Drei der Rückkehrer sind demnach Ex-Soldaten. Sie seien im Laufe des Februar nach Spanien zurückgereist, einer erst vergangene Woche. Die Festgenommenen sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und in verschiedenen kommunistischen Gruppen organisiert. Die Ermittler waren den Männern auf die Spur gekommen, weil sie sich mit Kriegsgerät selbst fotografiert und die Fotos im Internet hochgeladen hatten.

Das Phänomen ist nicht neu und erinnert - trotz völlig anderem politischem Fokus - an das der Dschihad-Touristen, die sich dem bewaffneten Kampf im Nahen Osten anschließen. Laut "El País" sind auch schon in Deutschland, Frankreich und Italien Männer festgenommen worden, die sich den Separatisten in der Ostukraine angeschlossen hatten. Den spanischen Ermittlern zufolge steht gerade eine weitere Gruppe junger Spanier unter Beobachtung, die offenbar ihre Ausreise in die Ukraine vorbereiten.

Prorussische Separatisten kämpfen im Osten der Ukraine seit Monaten gegen die ukrainische Armee. Zuletzt machte die Umsetzung eines in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geschlossenen Friedensabkommens zwischen den Konfliktparteien leichte Fortschritte.

Quelle: ntv.de, nsc/AFP