Politik

Fall Uwe Barschel Spur führt zum Mossad

Der Tod von Uwe Barschel im Oktober 1987 im Genfer Hotel "Beau Rivage" ist wohl jedem Geheimdienst schon einmal angelastet worden. Ein neues Gutachten soll nun Beweise liefern, dass es ein Killerkommando des israelischen Mossad war.

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Uwe Barschel starb unter rätselhaften Umständen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Einer der wichtigsten Gutachter im Fall Uwe Barschel verdächtigt in einem neuen Gutachten den israelischen Geheimdienst Mossad, den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten ermordet zu haben. Die chemischen Analysedaten stimmten bis in Details mit einem Mordablauf überein, den der ehemalige Mossad-Agent Victor Ostrovsky in einem Buch schildere, schreibt der Schweizer Toxikologe Prof. Hans Brandenberger in einem Beitrag für die "Welt am Sonntag".

Der CDU-Politiker Barschel war am 11. Oktober 1987 tot in einer Badewanne des Genfer Luxushotels Beau Rivage gefunden worden. Bislang gehen viele Fachleute von einem Selbstmord aus, die Todesumstände wurden aber nie zweifelsfrei geklärt.

Autor Ostrovsky, der bis heute nie offiziell von deutschen Ermittlern zum Geschehen von Genf befragt wurde, erklärte sich außerdem zu einer Aussage bereit. "Ich stehe den deutschen Strafverfolgungsbehörden jederzeit als Zeuge zur Verfügung, solange ich dabei in den USA bleiben kann", so Ostrovsky.

Als Motiv für einen Mord an Barschel führt er an, dass der Politiker alles über einen geheimen Waffenhandel zwischen Israel und dem Iran gewusst habe, der über schleswig-holsteinischen Boden ging. Demnach musste er sterben, weil er sein Schweigen brechen wollte.

Quelle: n-tv.de, dpa

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