Politik

Fremdenfeindliche Sprüche? Steffel unter Druck

Der Spitzenkandidat der Berliner CDU, Frank Steffel, gerät in Bedrängnis. Mit den angeblich fremdenfeindlichen Äußerungen, die er in seiner Schulzeit abgegeben habe, könne Steffel unmöglich Regierender Bürgermeister werden, erklärte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg in Berlin.

Die Hamburger Illustrierte "Max" hatte unter Berufung auf ehemalige Mitschüler Steffels berichtet, der CDU-Politiker habe als Jugendlicher verunglimpfende Vulgärausdrücke für Schwarze, Türken und Behinderte benutzt. "Schwarze hat er grundsätzlich als Bimbos bezeichnet, Türken als Kanaken, Behinderte waren Mongos", zitierte die Zeitschrift einen Ex-Schulkamerad. Der CDU-Kandidat bestritt laut "Max" diese Sprüche nicht, sondern erklärte sie mit jugendlichem Überschwang.

Am Mittwoch klang das schon ganz anders. Kaum war der "Max "-Bericht raus, dementierte Steffel rundheraus: "Dieses Vokabular entsprach schon damals nicht meinem Wortschatz und natürlich auch heute nicht", ließ er schriftlich mitteilen. Daraufhin stellte "Max" den Mitschnitt des Steffel-Interviews vom 15. August ins Internet.

Der stellvertretende Vorsitzende des DGB-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, Bernd Rissmann, sagte, wenn die Behauptungen der Zeitschrift zutreffend seien, müsse Steffel sogar überlegen, sein Abgeordnetenmandat niederzulegen.

Der Wahlkampfleiter der Berliner CDU, Volker Liepelt, forderte die SPD auf, die Inszenierung von Schlammschlachten gegen Steffel zu beenden. "Die Linken und ihre publizistischen Hilfstruppen arbeiten inzwischen hochnervös an Schmutzkampagnen gegen die Union", erklärte er.

Quelle: ntv.de