Politik

Es geht immer noch schlechter Steinmeier auf Tiefstwert

steinmeier.jpgSPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ist in einer Forsa-Umfrage in der Gunst der Wähler auf einen neuen Tiefstwert gefallen. Nur 17 Prozent der Befragten würden ihn direkt zum Bundeskanzler wählen - der schlechteste Wert seit seiner Nominierung vor elf Monaten und drei Punkte weniger als in der Vorwoche. Für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) würden sich 58 Prozent entscheiden (plus zwei Punkte), ergab die neueste Umfrage im Auftrag des Magazins "stern" und des Fernsehsenders RTL. Die Auswirkungen der Dienstwagen-Affäre von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sind in der Umfrage noch nicht berücksichtigt.

merkel.jpgDie Union dagegen ist mit 38 Prozent knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl auf ihren besten Wert in diesem Jahr gestiegen.  Ihr Wunschpartner FDP müsste – wenn am Sonntag Wahlen wären - einen Punkt abgeben und kommt auf ein neues Jahrestief von 13 Prozent. Damit hätte eine schwarz-gelbe Koalition eine Mehrheit von 51 Prozent. Die SPD hält sich bei 23 Prozent, die Grünen erreichen wieder zwölf Prozent. Die Linkspartei fällt um einen Punkt auf neun Prozent.

Nach Einschätzung von Forsa-Chef Manfred Güllner kann die Union von der Hoffnung auf ein Wiedererstarken der deutschen Wirtschaft profitieren: "Viele Wähler, die Anfang des Jahres wegen der massiven Eingriffe des Staates in die Wirtschaft zur FDP abgewandert sind, kehren jetzt zur Union zurück", sagte er.

Kandidaten-Duell am 13. September

Das Wahlkampf-Fernsehduell zwischen Merkel und Steinmeier ist offenbar für den 13. September terminiert. Darauf hätten sich beide Seiten verständigt, berichtet die "Schweriner Volkszeitung" unter Berufung auf Regierungskreise. In der ersten Augustwoche wollten die Medienberater beider Politiker mit den Fernsehanstalten über die Regularien verhandeln. Befragt werden sollen Merkel und Steinmeier von den Moderatoren Frank Plasberg (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Peter Limbourg (Sat 1). Erstmals in der deutschen Geschichte hatte es 2002 solch eine Sendung nach amerikanischem Vorbild gegeben.

Quelle: n-tv.de, hdr/dpa/rts/AFP

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