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"Das hat der Mensch noch nicht erlebt" Stern warnt vor Klimafolgen

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Extremes Hochwasser hatte im vergangenen Jahr der australischen Landwirtschaft schwere Schäden zugefügt.

(Foto: REUTERS)

"Was auf die Welt zukommt, hat es seit 30 Millionen Jahren nicht gegeben." Das sagt der ehemalige Chef-Ökonom der Weltbank, Stern. Er warnt vor noch drastischeren Folgen des Klimawandels, als bislang bekannt. Stern spricht von einem radikalen Wandel jenseits der menschlichen Erfahrungen.

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Der britische Ökonom Sir Nicholas Stern ist bekannt für seine schonungslosen Analysen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ex-Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern hat vor noch drastischeren F olgen des Klimawandels gewarnt als bislang befürchtet. Ohne Eindämmung der C02-Emissionen liege die Wahrscheinlichkeit für einen Temperaturanstieg von fünf Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit binnen eines Jahrhunderts bei 50 Prozent, sagte Stern vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Eine derartige Erwärmung habe es seit 30 Millionen Jahren nicht gegeben. "Das ist ein radikaler Wandel jenseits der menschlichen Erfahrungen."

Stern hatte 2006 mit einer einflussreichen Studie die Gefahren des Klimawandels aufgezeigt. Gegenüber seiner damaligen Prognose hätten die C02-Emissionen und die Effekte der Erderwärmung stärker zugenommen, warnte Stern. Schon bei einer Erwärmung um drei Grad vor drei Millionen Jahren "wären die Meeresspiegel heute 20 Meter höher. Und schon bei einem Anstieg um zwei Meter müssten vermutlich mehrere hundert Millionen Menschen umsiedeln". Selbst wenn die Staatengemeinschaft die Versprechen der Klimakonferenz von 2010 umsetze, sei die Welt auf dem Weg zu einer Erwärmung um vier Grad.

Stern appellierte an die Politik: 2013 sei das optimale Jahr, um die Anstrengungen zu verdoppeln und den notwendigen politischen Willen zu schaffen. Er hoffe, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Bundestagswahl wieder mehr für den Klimawandel tue. Auch Frankreichs Staatspräsident François Hollande habe den Ehrgeiz, 2015 in Paris ein neues globales Klimaschutzabkommen zu erreichen.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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