Politik
Donnerstag, 12. April 2007

Nach Anschlägen: Suche nach Attentätern in Algier

Nach den Bombenanschlägen in Algier mit mindestens 33 Toten haben die algerischen Ermittler die Fahndung nach Hintermännern aus dem Umfeld des El-Kaida-Terrornetzwerkes verstärkt. Rund um die neuralgischen Punkte der Hauptstadt und vor allem an den Polizeistationen wurden die Sicherheitsmaßnahmen massiv verschärft.

Algeriens gesamte politische Klasse und damit auch die zugelassenen islamistischen Parteien verurteilte die Anschläge, bei denen nach einer noch vorläufigen Bilanz mindestens 222 Menschen verletzt wurden. Die aus der algerischen Terrororganisation GSPC hervorgegangene "El Kaida des Islamischen Maghreb" hatte sich am Mittwoch zu den schwersten Terrorakten in Algier seit Jahren bekannt.

Der französische Staatschef Jacques Chirac sagte seinem algerischen Kollegen Abdelaziz Bouteflika die Solidarität Frankreichs zu und verurteilte die Anschläge "schärfstens". Algeriens Kampf gegen den internationalen Terrorismus sei auch der Kampf der Pariser Regierung, machte Chirac deutlich. Der französische Innenminister Franois Baroin sieht durch die Anschläge in Algier die Bedrohung Frankreichs durch Terroristen bestätigt. Baroin rief zu "äußerster Wachsamkeit zu jeder Zeit, überall in Frankreich und unter allen Umständen" auf.

Auch die iranische Regierung verurteilte die Anschläge. Sie seien mit dem islamischen Glauben nicht vereinbar, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Der jordanische König Abdullah II. sprach von feigen Anschlägen, die nichts mit dem Islam zu tun hätten.

Quelle: n-tv.de