Politik

Mehrere USA-Flüge gestrichen Terror-Abwehr auf Flughäfen

Die USA konzentrieren sich bei ihren Anti-Terror-Maßnahmen jetzt vor allem auf internationale Flüge. Jüngste geheimdienstliche Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass sich Terroristen in ausländische Flughäfen und bei Fluggesellschaften einschleusen könnten, berichteten US-Medien unter Berufung auf Regierungskreise.

Eine Sorge sei zum Beispiel, dass als Berufspiloten ausgebildete Terroristen in Flugzeugbesatzungen "eingeschleust" werden könnten. Als Vorsichtsmaßnahme wurden wegen Warnungen vor Anschlägen sechs Flüge der Air France von Paris nach Los Angeles oder zurück gestrichen. Das teilte die französische Fluggesellschaft in Paris mit. Die Flüge waren am Mittwoch und Donnerstag vorgesehen gewesen. Die US-Botschaft hatte der Regierung in Paris eine Warnung Washingtons wegen einer "Gefahr von Attentaten auf den Flügen nach Los Angeles" übermittelt.

Mehrere französische Minister entschieden gemeinsam die Streichung. Um weitere Schritte habe die Regierung Air France nicht gebeten.

Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums in Washington konnte Medienberichte nicht bestätigen, nach denen möglicherweise El Kaida-Terroristen bei den Los-Angeles-Flügen mitfliegen wollten. Die Flüge wurden nach Geheimdiensthinweisen gestrichen, berichtete der US-Fernsehsender Fox News unter Berufung auf US-Regierungskreise. Man könne davon ausgehen, dass in den kommenden Tagen weitere Flüge ausfallen würden, hieß es.

Los Angeles, die zweitgrößte Stadt der USA, gilt nach US-Medienberichten als potenzielles Ziel eines Terrorangriffs. Am Flughafen von Los Angeles wurden die Sicherheitsvorkehrungen in den vergangenen Tagen verschärft.

Die Regierung von US-Präsident George W. Bush hatte am Sonntag die zweithöchste Terror-Alarmstufe ausgerufen. Das bedeutet, dass sie die Gefahr von Terroranschlägen als "hoch" einstuft. Bereits einige Wochen zuvor sei damit begonnen worden, ausländische Crews in Flugzeugen vor dem Start auf US-Flughäfen und auch vor der Ankunft besonders unter die Lupe zu nehmen, meldete die "Washington Post".

Eine kleine Gruppe von Piloten und Flugbegleitern sei vernommen worden, weil ihre Namen Ähnlichkeiten mit denen auf einer US-Liste mutmaßlicher Terroristen aufwiesen. Auch alle ausländischen Passagiere mit dem Ziel USA würden einer verschärften Überprüfung unterzogen.

Den Regierungsquellen zufolge halten Sicherheitskreise neben Anschlägen mit Flugzeugen auch andere Arten von Terroraktionen wie das Zünden so genannter schmutziger Bomben für möglich. Als besonders gefährdet gälten Washington, New York, Los Angeles und Las Vegas.

Quelle: ntv.de