Politik

"Heldin in Turnschuhen" muss sich geschlagen geben Texas verschärft sein Abtreibungsrecht

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Demonstranten beider Seiten standen sich vor der Abstimmung gegenüber.

(Foto: AP)

Zehn Stunden lang redet Wendy Davis im texanischen Senat. Ihr Ziel: Sie will die Verschärfung des Abtreibungsrechts verhindern. Zunächst gelingt ihr das auch. Nur etwas mehr als zwei Wochen später wird Gesetz dann aber doch noch geändert.

Allem Widerstand zum Trotz hat der Senat im US-Bundesstaat Texas eine umstrittene Verschärfung des Abtreibungsrechts nun doch verabschiedet. Mehr als zwei Wochen, nachdem die Abstimmung unter anderem durch die Dauerrede einer demokratischen Senatorin zunächst verhindert worden war, wurde das Gesetz mit 19 zu elf Stimmen gebilligt. Nach Angaben örtlicher Medien stimmte auch ein demokratischer Senator mit der republikanischen Mehrheit.

Das neue Gesetz sieht ähnlich wie sein gescheiterter Vorgänger ein weitreichendes Verbot von Abtreibungen ab der 20. Schwangerschaftswoche vor, außerdem sollen für Abtreibungskliniken strengere Richtlinien gelten.

Dauerrednerin ließ vorherige Abstimmung platzen

Kritikern zufolge würden die neuen Regeln zur Schließung der meisten Abtreibungskliniken in Texas führen. Das Abgeordnetenhaus in Austin hat das umstrittene Gesetz bereits gebilligt, auch der republikanische Gouverneur Rick Perry befürwortet die Pläne.

Am 25. Juni war es der demokratischen Senatorin Wendy Davis zunächst noch gelungen, eine Abstimmung mit einer etwa 13-stündigen Dauerrede zu verhindern. Sie wurde anschließend wie eine Heldin gefeiert.

Auch die jetzige Abstimmung versuchten Gegner des neuen Gesetzes zu verhindern. Nach Angaben der texanischen Medien ketteten sich einige von ihnen an die Brüstung der Besuchergalerie des Senats, um nicht weggeschleppt zu werden. Sicherheitskräfte sorgten aber dafür, dass die Abstimmung diesmal regulär über die Bühne gehen konnte.

Quelle: ntv.de, AFP

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