Politik

Pläne für Staatsstreich Thatcher-Sohn gesteht

Der Sohn der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher hat seine Verwicklung in einen Putschversuch im diktatorisch regierten Äquatorial-Guinea eingeräumt.

In einem Vergleich mit einem südafrikanischen Gericht akzeptierte Mark Thatcher am Donnerstag eine vierjährige Bewährungsstrafe und die Zahlung von drei Millionen Rand (mehr als 380.000 Euro). Im Gegenzug kann der vor fünf Monaten verhaftete und später unter Hausarrest gestellte britische Geschäftsmann Südafrika verlassen.

Thatcher war in Südafrika vorgeworfen worden, einen im März 2004 gescheiterten Putschversuch in Äquatorial-Guinea mitfinanziert und damit in Südafrika gegen ein "Antisöldner-Gesetz" verstoßen zu haben. Er räumte jetzt ein, sich an der Anmietung eines Hubschraubers mit 20 000 US-Dollar beteiligt zu haben, der wahrscheinlich für eine Söldner-Operation verwendet werden sollte.

Unklar war am Donnerstag, welche Auswirkungen die Einigung in Südafrika auf ein Verfahren gegen Thatcher in Äquatorial-Guinea hat. Die Justiz in dem ölreichen Kleinstaat drängt darauf, Thatcher zu vernehmen.

Quelle: n-tv.de