Politik

UN-Klimaschutzkonferenz Trittin fordert USA zum Handeln auf

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat auf der UN-Klimaschutzkonferenz den US-Standpunkt zurückgewiesen, der Kampf gegen die Treibhausgase schade der Wirtschaft. "Darauf habe ich eine einfache Antwort: Es kostet am meisten und fügt der Wirtschaft den größten Schaden zu, wenn wir im Kampf gegen den Klimawandel versagen", sagte Trittin in Neu Delhi.

Trittin sprach mit Paula Dobriansky vom US-Außenministerium. Sie hatte die Ansicht der USA wiederholt, dass Wirtschaftswachstum wichtig für Fortschritte im Umweltschutz sei und dass Belastungen für die US-Wirtschaft auch Auswirkungen auf andere Länder habe.

Trittin nannte die USA nicht beim Namen, sagte aber, eines der Länder, die gegen das Kyotoprotokoll seien, verträten den Standpunkt, es würde ihre Wirtschaft belasten. Die USA produzieren mehr Treibhausgase, die zur Erwärmung der Atmosphäre führen, als irgendein anderes Land der Welt, treten dem Kyotoprotokoll aber nicht bei.

Es sieht vor, dass Industriestaaten bis zum Jahr 2012 Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um 5,2 Prozent verringern. Trittin forderte, bereits jetzt über das Jahr 2012 hinaus zu denken. Deutschland habe seine Emissionen bereits um 19 Prozent reduziert und sei bereit, bis zum Jahr 2020 einen Rückgang um 40 Prozent zu erreichen, wenn andere Industriestaaten mitzögen.

Quelle: ntv.de

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