Politik

Zypern-Konflikt Türkei erwägt Truppenabzug

Die türkische Regierung signalisiert im Konflikt um das geteilte Zypern Kompromissbereitschaft. Premier Erdogan kann sich sogar einen vollständigen Truppenabzug aus dem Norden der Insel vorstellen.

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Die Grenze zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil der Insel.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Um die Friedensverhandlungen mit Zypern voranzutreiben, stellt die Türkei den Abzug ihrer Truppen von der Mittelmeerinsel in Aussicht. "Wir sind bereit, unseren Beitrag zum Erreichen dieses Ziels zu leisten", sagte der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan mehreren zyprischen Zeitungen.

Wenn es zu einer Einigung komme, könne auch über den Abzug der rund 30.000 Soldaten aus Nord-Zypern nachgedacht werden. Ein sofortiger Abzug komme indes nicht in Frage.

Zypern ist seit dem Einmarsch türkischer Truppen im Jahr 1974 geteilt. Die griechischen Zyprer repräsentieren die Mittelmeerinsel in der Europäischen Union und haben erklärt, die Aufnahme der Türkei in die Staatengemeinschaft zu blockieren, solange die Insel geteilt bleibt. Die Türkei ist der einzige Staat, der Nord-Zypern anerkennt.

Die griechischen und türkischen Zyprer haben ihre Gespräche im September 2008 aufgenommen, sie kommen aber nur langsam voran.

Quelle: n-tv.de, dpa

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