Politik

Nordkorea-Konflikt USA setzen auf Diplomatie

US-Präsident George W. Bush hat Südkorea zugesichert, alle Mittel für eine friedliche Beilegung des Nordkorea-Konflikts auszuschöpfen. Bei einem Telefongespräch mit dem neuen südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun sagte Bush, er wisse um die Besorgnis wegen eines möglichen Kriegs auf der Halbinsel. Das teilte eine Regierungssprecherin in Seoul mit.

Die grundlegende Politik der USA sei es jedoch, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Frieden auf der geteilten Halbinsel aufrechtzuerhalten, wurde Bush zitiert. "Die beiden Staatschefs teilten die Ansicht, dass die nordkoreanische Nuklearfrage durch diplomatische Anstrengungen gelöst werden sollte", sagte die Sprecherin.

In Washington bekräftigte Präsidentensprecher Ari Fleischer, dass sich die USA um Unterstützung weiterer Staaten in der Region bemühten, um eine diplomatische Lösung zu finden. Nordkorea besteht hingegen auf direkten Gesprächen mit den USA.

Die USA entsandten den Flugzeugträger "USS Carl Vinson" in die Region. Er soll an einem gemeinsamen Manöver der südkoreanischen und der amerikanischen Streitkräfte teilnehmen. Auch sieben Tarnkappenbomber wurden nach Südkorea verlegt.

Die Spannungen auf der Halbinsel hatten sich nach dem Neustart des umstrittenen nordkoreanischen Atomreaktors in Yongbyon im Februar und einem militärischen Zwischenfall Anfang März verschärft, als Abfangjäger des kommunistischen Landes ein US-Spionageflugzeug über dem Japanischen Meer verfolgt hatten.

Quelle: ntv.de