Politik

GSG-9-Beamter gefunden Überführung am Sonntag

Einer der beiden vor drei Wochen im Irak bei einem Überfall getöteten GSG-9-Beamten ist gefunden und identifiziert worden. Über die näheren Umstände, insbesondere den Ort, machte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Walter Lindner, am Samstag keine Angaben. Die sterblichen Überreste würden voraussichtlich noch am Sonntag nach Deutschland überführt.

Die Bundesregierung und die Botschaft in Bagdad setzten mit größtem Nachdruck die Bemühungen fort, auch das Schicksal des zweiten Beamten zweifelsfrei zu klären. Um diese Bemühungen nicht zu gefährden, wurden weiter keine Einzelheiten zu der Identifizierung durch Experten des Bundeskriminalamts mitgeteilt. Lindner bestätigte Berichte des "Tagesspiegels am Sonntag" und der "Bild am Sonntag".

Die beiden Beamten hatten der Eliteeinheit des Bundesgrenzschutzes GSG 9 angehört. Sie waren am 7. April in einem Fahrzeugkonvoi auf dem Weg von Jordaniens Hauptstadt Amman in Richtung Bagdad gereist und waren bei Falludscha in einen Hinterhalt geraten. Die beiden Männer wollten Kollegen in der deutschen Botschaft in Bagdad ablösen, die dort Schutzdienste leisteten. Nach bisherigen Erkenntnissen sind sie von Aufständischen erschossen worden.

Innenminister Otto Schily (SPD) hatte bereits im Innenausschuss des Bundestages am Mittwoch den Tod der beiden GSG-Angehörigen bestätigt. Mit der Indentifizierung des einen Beamten gibt es nach Aussage des Auswärtigen Amtes letzte Gewissheit über seinen Tod.

Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zeigte sich tief betroffen über die Bestätigung des Todes des Beamten. Der Sprecher verwies darauf, dass Fischers Anteilnahme den Angehörigen gelte. "Ohne den Einsatz hoch qualifizierter deutscher Sicherheitsbeamter wäre weder eine zivile deutsche Präsenz im Irak noch das Arbeiten vieler anderer deutscher Auslandsvertretungen weltweit möglich."

Quelle: ntv.de