Politik

Massenfestnahmen und Willkür Uiguren hoffen auf Merkel

Der Weltkongress der Uiguren hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich für die Rechte der muslimischen Minderheit in China einzusetzen. Vor dem Besuch des chinesischen Regierungschefs Wen Jiabao am Mittwoch und Donnerstag in Deutschland sagte der Präsident der in München ansässigen exiluigurischen Vereinigung, Dilxat Raxit: "Wir hoffen, dass Merkel Druck auf Wen Jiabao ausübt." Wen Jiabao trage "letztendlich die Verantwortung dafür, dass den Uiguren wie den Tibetern und anderen Menschen in China systematisch grundlegende Menschenrechte verweigert werden", schreibt Dilxat in dem Appell an Merkel.

In einem offenen Brief an die Kanzlerin beklagte der Weltkongress, unter dem Vorwand des weltweiten Kampfes gegen Terrorismus seit dem 11. September 2001 unterdrücke und verfolge die chinesische Regierung die Uiguren in der nordwestchinesischen Region Xinjiang. "Willkürliche Verhaftungen, Massenfestnahmen, ungerechte Prozesse und Folter sind weit verbreitet und werden systematisch gegen uigurische Bürgerrechtler in Ostturkestan eingesetzt", heißt es unter Bezug auf den alten Namen der Region, die als ethnischer Konfliktherd gilt.

Nach ihrer Machtübernahme 1949 hatten sich die Kommunisten das Gebiet einverleibt, doch wehren sich viele Uiguren gegen die Fremdherrschaft und fordern die Wiederherstellung ihrer früheren Republik Ostturkestan.

Quelle: ntv.de