Politik

Nach Anschlag auf Schiiten Unruhen in Karachi

Bei Unruhen nach einem Selbstmordanschlag auf Schiiten in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Leichen seien in einem Restaurant einer amerikanischen Fast-Food-Kette gefunden worden, das von dem Mob in Brand gesetzt wurde, teilten die Rettungskräfte mit. Die Stimmung in Karachi blieb angespannt.

Am Montag waren bei einem Selbstmordanschlag auf Schiiten fünf Menschen getötet und ein Dutzend weiterer verletzt worden. Die Polizei teilte mit, einer der Komplizen des Selbstmordattentäters, der den Anschlag verletzt überlebte, gehöre der Terrorgruppe Jaish-e-Mohammad an. Der Attentäter war während des Abendgebets in eine Moschee gekommen und hatte sich während einer Sicherheitskontrolle in die Luft gesprengt.

Erst kurz zuvor war es zu einem Anschlag auf Schiiten in Pakistan gekommen. Am vergangenen Freitag wurden in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad 19 Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt.

In Pakistan kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen radikalen Sunniten und Angehörigen der schiitischen Minderheit. Im Jahr 2004 waren bei Anschlägen weit mehr als 100 Sunniten und Schiiten getötet worden. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf ruft die Anhänger der beiden Glaubensrichtungen immer wieder dazu auf, die Gewalt zu beenden.

Quelle: ntv.de